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Schlafmohn

Schlafmohn (Papaver somniferum, Papaveraceae)

Ibizenkisch: cascall

Rusisch: опийный мак, снотворный мак

Der - meist violett blühende - Schlafmohn stammt aus Asien. Er wird auch andernorts angebaut. In vielen Ländern ist der Anbau verboten, wird aber in kleinen Mengen als Zierpflanze geduldet. In Spanien ist der Anbau für pharmazeutische Zwecke legal unter der Bewachung der Guardia civil. Auf den Balearen findet er sich bisweilen verwildert.

Der Saft der unreifen Kapsel ist als Opium bekannt. Er enthält mehrere Alkaloide, darunter Morphin (älterer Name: Morphium). Dieses ist als giftig und suchterzeugend bekannt. Außerdem wird aus ihm Diazetylmorphin hergestellt, besser bekannt als Heroin.

Opium wird medizinisch als Beruhigungsmittel eingesetzt. Früher bekamen Kinder zur beruhigung Opiumschnuller, da man die Gefahren noch nicht kannte. Es gab dadurch auch Todesfälle. Es gibt noch mehr Anwendungen - aber die nenne ich nicht, weil sie nur für Fachleute von Interesse sind. Es ist empfehlenswert, statt dessen andere Mohnarten zu verwenden.

Die reifen Samen enthalten keine Alkaloide. Sie werden in der Küche verwendet und werden unter dem Namen Mohn gehandelt - der nicht die Herkunft von dieser Art verrät. Die Samen können also ausgesät werden, damit Zierpflanzen wachsen, und die reifen neuen Samen können geerntet werden. Aus den Samen wird ein Öl gewonnen, dem nachgesagt wird, dass es das Cholesterin absenkt.